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erzhal

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41

27.08.2017, 15:37

kommt jemand zu den H0 Modellen mit?

ja, durchaus... wie ist das denn mit vorbesichtigung? Kann das auch noch am Auktionstag angeguckt werden? Für die paar Positionen extra am Vorbesichtigungstag nochmal hin stinkt mir ein wenig...


Geht mir genauso. Was ich sehen will, konnte ich an Hand der Objekte in den Vitrinen durchaus erkennen. Da ich natürlich nicht den hochpreisigen Spezialitäten nachrenne, reicht mir das vollkommen.
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Man darf sich immer blamieren - man muss aber nicht! ;)

Roland

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42

10.09.2017, 14:37

So - die 159. Dorenbach Auktion ist auch wieder Geschichte. Auch ich habe die Gelegenheit wahrgenommen und bin am Samstag etwa 3/4 des Tages anwesend gewesen. Für mich kann ich festalten: es hat sich erneut absolut gelohnt! Dorenbach ist für mich diese Adresse, wo man gut und günstig einkaufen kann, aktuell sicher eine der günstigsten Quellen. Geraume Zeit waren die Ricardo- oder eBay-Angebote deutlich günstiger. Dies ist aber heute nicht mehr der Fall (ich beziehe mich damit aber einzig auf den H0-Moba-Teil). Also absolut empfehlenswert.

Stefan hat wie gewohnt souverän, speditiv, aber auch unterhaltend die doch beträchtliche Anzahl an Positionen abgearbeitet. Der Altersduchschnitt der Anwesenden war etwas tiefer als bei der letzten Auktion und auch die Anzahl der Anwesenden war höher (gut - es war auch perfektes Auktionswetter), insgesamt ein sehr gutes Publikum. Mir bekannte Händler habe ich keine gesehen. Positiv zu vermerken war auch, dass die neu eingeführte Massnahme "Telefongebote erst ab Fr. 100.-" Wirkung zeigte und die Telefonbieter den Auktionsverlauf kaum mehr störten. Es war jedenfalls wesentlich angenehmer als noch bei der letzten Auktion.

Am Samstagmorgen ging es mit den alten H0 Sachen (H0 AC und DC bis 1970) los und schon sehr bald war ich bei den ersten Pocher-Wagen erfolgreich, hat ja gut begonnen und mal sehen, was da noch komme... Auf meiner Liste gab es dann ein Loch, so ab Position 1460 bis 1690 hatte ich dann Pause. In diesem Teil kamen die ganz alten Märklin Sachen (Bereich heisst eigentlich "Eisenbahn + Zubehör 00 bis 1955) an die Reihe. Ich habe mich noch öfters gewundert, welche Beträge für diese Objekte bezahlt werden, da ist kaum was von einem Preiszerfall festzustellen, im Gegenteil, das war sehr interessant zu beobachten .

Avisiert hatte ich eine BLS Re 4/4 welche für ein Umgestaltungs-Projekt benötigt wird, aber die ging dann für mich doch zu hoch weg - auch wenn ich natürlich sagen muss, das Preisniveau war immer noch sehr moderat. Ebenso die Re 4/4 Bern der BN. Erfolgreich war ich dann aber bei einer grünen Fleischmann Ae 3/6 (die hätte ich noch fast verpasst!). Und etwas später ging es dann bei den HAG Re 460 los. Der erste "Silberhaufen" war mit einem Ausrufpreis von Fr. 120.- gelistet. Dachte mir eigentlich, dass da bei dieser Vorgabe wohl diverse Gebote abgegeben würden - aber nix da, die kam ohne jegliche Gegenwehr so zu mir. Und auch die Folgenden ... Die Kehrseite der Medaille ist einfach: es ist schon irgendwie bitter anzusehen, zu welch tiefen Preisen diese Loks den Besitzer wechselten.

Glück hatte ich dann aber auch noch mit einer von mir schon länger vermissten Lok, einer Ce 4/6 von Rivarossi. Auch die kam noch zu einem tieferen Betrag als der von mir gesetzten Limite zu mir. Es kamen auch einige wenige Raritäten (aus meiner Optik) unter den Hammer. Kollege Max war mit dem HAG Steuerwagen der GFM zum Handkuss, zwar nicht gerade spottbillig, aber dieses seltene Exemplar war den Preis alleweil wert! Das war auch eines der wenigen zu verzeichnenden Bietergefechte gewesen. Aufgefallen ist mir dieses Mal, dass es sehr viele Modelle ausländischer Bahnen und sehr viele Packungen im Angebot gab. Negativ zu erwähnen ist aber auch ein Märklin Big Boy, der für gerade mal Fr. 260.- wegging (im eBay kaum unter € 400.- zu haben). Wir haben öfters mal den Kopf geschüttelt, über die Ausrufpreise, die nach meinem Empfinden durchs Band recht tief waren, da gab es z.B. einen Pendelzug zu einem Preis, den man sonst für einen einzelnen Wagen berappen muss - wenn ich da an die Preise der Suter-Meggen Auktionen denke ..... ;(

Stefan hatte kaum viel Arbeit an diesem Tag, es wurde nur immer wieder festgestellt, dass er oder das Publikum ein Modell bereits haben, seinerzeit aber wesentlich mehr bezahlt hätten. Das Publikum machte es Stefan auch sehr leicht. Natürlich gab es viele Vorgebote und sicher bei der Mehrzahl der Aufrufe kam es auch zu einem Abschluss, allerdings kaum mit grossem Überbieten. Ich denke jedenfalls, Stefan wird sicher zu frieden sein, er und seine Leute haben gut gearbeitet. Es ist aber schon so, bei diesen Preisen hätte man fast in einen Kaufrausch geraten können. Wenn ich so sehe, dass - obwohl diesmal eigentlich grössere Messing-Sachen ziemlich fehlten - sehr viele Sachen angeboten wurden, die zu meinem Beuteschema und in meine Sammlung gehören (wo sie glücklicherweise zu einem grossen Teil ja auch bereits sind :D ), ich eigentlich sehr diszipliniert eingekauft habe. Leise geflucht habe ich dann aber zu Hause dennoch: die wirklich sehr günstig eingekaufte Märklin BR 185 Zebra habe ich natürlich bereits .... Da kann ich aber nun wirklich niemandem ausser meiner eigenen Blödheit eine Schuld geben. Hätte sowohl online als auch in meiner Excel-Tabelle nachschauen können ...

Irgendwann als die H0 Gleichstrom-Sachen an der Reihe waren, verabschiedete ich mich dann aber - mit einem sehr zufriedenen Geichtsausdruck und obwohl ich noch vier Positionen auf meiner Liste hatte. Darauf verzichtete ich, denn es waren nicht mehr unbedingt "must have" sondern es wäre einfach eine sehr günstige Gelegenheit gewesen, macht aber gar nichts, ich war mehr als zufrieden mit dem Ergebnis. Mich sieht man sicher auch das nächste mal wieder bei Dorenbach! :thumbsup: :thumbsup:
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Roland

43

10.09.2017, 17:29

Zitat

Die Kehrseite der Medaille ist einfach: es ist schon irgendwie bitter anzusehen, zu welch tiefen Preisen diese Loks den Besitzer wechselten.
Ich glaube, der Unterschied zu den Online-Plattformen ist der, dass dort die "ganze Welt" mit bietet, während bei diesen klassischen Auktionen nur diejenigen anwesend sind, die im Umfeld wohnen. Auch wenn es die Möglichkeit von Ferngeboten gibt, werden diese wohl eher nicht so häufig wahrgenommen wie bei den Online-Plattformen. Vor allem nicht bei "normalen" Artikeln, also keinen Raritäten.

Schöner, interessanter Bericht! Danke dafür und Gratulation für Deinen erfolgreichen Besuch. Außer bei der 185 Zebra - da hast Du eben eine Doppeltraktion.

Gruß, Wolle

erzhal

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44

10.09.2017, 18:45

Zitat

Die Kehrseite der Medaille ist einfach: es ist schon irgendwie bitter anzusehen, zu welch tiefen Preisen diese Loks den Besitzer wechselten.
Ich glaube, der Unterschied zu den Online-Plattformen ist der, dass dort die "ganze Welt" mit bietet, während bei diesen klassischen Auktionen nur diejenigen anwesend sind, die im Umfeld wohnen. Auch wenn es die Möglichkeit von Ferngeboten gibt, werden diese wohl eher nicht so häufig wahrgenommen wie bei den Online-Plattformen. Vor allem nicht bei "normalen" Artikeln, also keinen Raritäten.


Da magst Du schon recht haben, das wäre eine Erklärung, auch wenn ich das Ausfüllen des Formulars als sehr einfach betrachte. Als kleinen Komfort würde ich ein Formular als PDF-Datei mit ausfüllbaren Feldern zur Verfügung stellen, damit entfällt das olle ausdrucken und händisch ausfüllen - einfach ausfüllen und an Dorenbach mailen. Dabei spielt es eigentlich keine Rollen ob Rarität oder Massenartikel, man kann so recht günstig zu Objekten kommen.

Schöner, interessanter Bericht! Danke dafür und Gratulation für Deinen erfolgreichen Besuch. Außer bei der 185 Zebra - da hast Du eben eine Doppeltraktion.


Danke Wolle! :D

Ich überlege mir einfach, weshalb es so grosse Unterschiede bei den verschiedenen Auktionsmodellen gibt. Online-Auktionen sind das Eine, die sind etabliert und da hat sich das Preisniveau auf signifikant unter dem Fachhandel (ich beziehe mich da auf Neuware) und immer noch sehr deutlich unterhalb den Börsen eingependelt (hier meine ich eigentlich primär die Occasionen). Suter-Meggen geht vom Preis her oben rein und kommt - wenn niemand zuschlägt - dann runter. Ein interessantes Modell, denn da die Ware oft den Nimbus von Raritäten hat, die eigentlich nur noch über ein Beziehungsnetz erhalten werden können, werden auch oft sehr, sehr hohe Preise bezahlt. Ich finde die Überlegungen hinter dem Suter-Modell ausgesprochen clever, aber das lässt sich natürlich nicht auf Dorenbach übertragen. Bei Dorenbach ist es so, dass wenn der Ausrufpreis zu hoch ist, einfach keine Gebote abgegeben werden und die Ware geht zurück.

Für die Käufer betrachte ich das Dorenbach-Modell als den traditionellen Weg und fairsten Ansatz. Immerhin kann man die Ware ja auch vorbesichtigen und auch auf einem Testgeleise fahren lassen (ist bei Suter-Meggen natürlich auch möglich). Garantie gibt es - mit Ausnahme des Fachhandels - nirgends.

Trotz allem, ich sehe keine Rechtfertigungen für die grossen Unterschiede, Markt ist überall.
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Roland

45

11.09.2017, 19:08

Zitat

Als kleinen Komfort würde ich ein Formular als PDF-Datei mit ausfüllbaren Feldern zur Verfügung stellen, damit entfällt das olle ausdrucken und händisch ausfüllen - einfach ausfüllen und an Dorenbach mailen.

Das wäre wahrscheinlich wirklich hilfreich.

Zitat

Ich finde die Überlegungen hinter dem Suter-Modell ausgesprochen clever...

Ich auch. Und dazu noch sehr geschäftstüchtig. Nur nicht optimal für die Kunden.

Zitat

Für die Käufer betrachte ich das Dorenbach-Modell als den traditionellen Weg und fairsten Ansatz.

Sehe ich genau so. Ich hoffe, dass dieses Auktions-Modell noch lange existiert, weil es tatsächlich sehr kundenfreundlich und kundenorientiert ist.

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46

11.09.2017, 20:25

Das Formular zum ausfüllen am PC habe ich mir schon lange gebastelt. Im Forum hat es doch viel versiertere IT Cracks als mich.

Vorgebot_Formular_neutral.docx
Gruss Erwin


Wer denkt Projektleiter leiten Projekte, der glaubt auch Zitronenfalter falten Zitronen.

Der vorhandene Platz beschränkt die Sammelwut. :whistling:

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47

11.09.2017, 20:49

Das Formular zum ausfüllen am PC habe ich mir schon lange gebastelt.


Ich hatte genau ein solches von mir erwähntes PDF zusammengestellt und an Dorenbach gesendet, aber nie was dazu gehört ...
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Roland

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48

11.09.2017, 20:51

Die Ergebnisse der 159. Auktion sind übrigens jetzt aufgeschaltet. Danke Stefan!
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Roland

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49

12.09.2017, 17:15

Im Tinplate-Bereich waren offenbar zahlreiche 0 + I Objekte äusserst günstig zu haben, oder gingen gar "zurück". Ab diesem Eindruck darf man sich nicht täuschen lassen! Aussgerechnet dass was ich gerne gehabt hätte, ein Brüggli, wollten andere auch! Offensichtlich deutlich erfolgreicher... Habe jetzt nicht übertrieben hoch, aber keines Falles schlecht geboten.

Es scheint nach wie vor zahlreiche aktive Sammler zu geben. Das freut mich das für den Fortbestand des Unternehmens Dorenbach :thumbsup: . Der Sammler will nicht mehr wie zu Anfangszeiten viel günstiges Material, sondern die längstens vorhandene Sammlung etwas ergänzen. Mal hat man als Bieter Glück, mal darf man sich auf die folgende Auktion freuen. Es hat fast jedes mal etwas dabei, was einem gluschtet.
leben nicht kleben!
Fitness-Trainerin

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