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04.10.2017, 08:56

3D-Drucken, den Anschluss nicht verpassen

Hallo zusammen

Ein Kollege von mir hat mich schon vor mehreren Wochen dazu aufgefordert doch einmal eine Zusammenfassung hier im MoBa-Forum zum Thema 3D-Drucken einzustellen um einmal einen Überblick zu erhalten, wie diese Technologie bei uns Hobby Modelleisenbahner einfliesst und sich weiterentwickelt.

Ich soll doch in regelmässigen Abständen Links auf Beiträge zum Thema in den verschiedenen Foren einfügen, dies zusammen mit einer kurzen Beschreibung. Ähnlich wie das Spur 0 Forum hier zum Thema Lesenswertes in anderen Foren auf interessante Beiträge hinweist.

Er hatte in den vergangenen vier Jahren sich mit mehr oder weniger offenen Augen und Ohren um das Thema gekümmert. Nun hat er auch eine entsprechende CAD-Software auf seinem PC zu Hause und die ersten Ausdrucke sowohl in Kunststoff wie auch in Metall liegen bei ihm in akzeptabler Qualität zu vertretbaren Kosten vor.

:gamer: Seine Aussage in Kurzform für die Eröffnung diese Beitrages ist die folgende: Wir müssen uns nicht nur auf den 3D-Druck fokussieren. 3D-Druck ist vielmehr eine Ergänzung zu anderen Fertigungsprozessen die auf 3D-Daten basieren. Mit den Daten der auf unseren Computer gezeichneten Fahrzeugmodellen können wir Beispielsweise auch Teile ätzen oder lasern lassen, 3D-Fräsen oder 3D-Drehen lassen (hiess früher einmal CNC-Fräsen für kubische Teile oder CNC-Drehen für rotative Teile).


Als erstes möchte ich auf einen Beitrag im Stummiforum hinweisen:

Nm - Eckernförder Kreisbahnen/Flensburger Kreisbahnen, ein Beitrag mit Fahrzeugen für die Spur Nm gestartet im Juli 2017

Bei den Eckernförder Kreisbahnen und der Flensburger Kreisbahnen handelt es sich um zwei meterspurige Kleinbahnen in Norddeutschland im Bundesland Schleswig-Holstein. Beide Bahngesellschaften betrieben mehrere Bahnstrecken im Nordosten des Bundesland angrenzend an Dänemark und die Ostsee. Von beiden Eisenbahngesellschaften ist nicht gerade viel erhalten geblieben.

Im erwähnten Beitrag auf dem Stummiforum zeigt ein Modellbauer, mit vielen aussagekräftigen Bildern, wie Dampflokomotiven und Wagen in der Nenngrösse N mit der Spur Nm entstanden sind. Grundlage bei mehreren Fahrzeuge sind Märklin Miniclub Fahrwerke und Ausdrucke von Shapeways in der feinst möglichen Auflösung von Frosted Ultra Detail (FUD). Grundiert wurde bei späteren Modellen mit Spray um eine einigermassen flache Oberfläche zu haben. :)

Mein Kollege meint dazu, dass es eine gute Grundlage sei in die 3D-Druck Technologie einzusteigen einfachere Gehäuse in mehreren Einzelteilen auf bestehende Fahrwerke zu konstruieren und dann in Kunststoff auch ausdrucken zu lassen. Die Präsentation des Forumsbeitrages findet er recht mutig, die Kommentare der anderen Benutzer sind bezüglich des 3D-Druckes denn auch motivierend. Auch in anderen vergleichbaren Beiträgen wird es als schwierig dargestellt, mit den derzeit im Herbst 2017 allgemein zugängigen 3D-Drucktechnologien, zu einer akzeptable Oberfläche mit Kunststoffmaterialien zu gelangen. 8)


Matthias

Weiter Beiträge zum Thema auf dem MoBa-Forum:
- 3D Drucken, ein gigantischer Medienhype mit wenig Substanz, ein Beitrag gestartet im Januar 2014
- 3D-Printing für den Modellbau?, ein Beitrag gestartet im April 2013

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »M+M« (04.10.2017, 09:04)


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2

04.10.2017, 11:24

Finde ich eine gute Idee, bitte weiterführen :thumbup:

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3

04.10.2017, 21:20

Viel interessanter wäre zu erfahren bei welchen Verfahren und angewendeten Kunststoffen welche Lebensdauer zu erwarten ist und welche Veränderungen der Eigenschaften bei den verwendeten Werkstoffen eintreten kann. Versprödung, Verzug, chemische Veränderung, Zerfall usw. Viele Verfahren sind ursprünglich entwickelt worden um schnell Prototypen in der Hand zu haben, eine längere Lebensdauer war kein Kriterium.

Teure Verfahren wie SLS können hochwertige Kunststoffe verarbeiten, diese Maschinen werden nie so billig sein, dass sich der Modellbauer eine solche in den Hobbykeller stellt. Zu gross und zu schwer sind auch noch.

Diverse hochwertige additive Verfahen stehen dem Modellbauer oft gar nicht zu Verfügung. Sie werden teils nur in spezialisierten Unternehmen verwendet die ausschliesslich nur den Eigenbedarf abdecken und bewusst keine Fremdaufträge annehmen. Der Klassiker ist die Uhrenindustrie.

3D Fräsen und 3D Drehen, was ist das denn für eine dumme Bezeichnung? Ein Frästeil und ein Drehteil ist immer 3D, etwas anderes geht gar nicht. :fie: Bei den CAD Programmen unterscheidet man hingegen sehr wohl zwischen 2D und 3D, wobei heute 3D basierende Programme den Standard darstellen.

Additive Fertigung, im Volksmund 3D Druck, verlangt um die technologischen Möglichkeiten auch nutzbar zu machen, entsprechende CAD Systeme. Die klassischen CAD 3D Systeme beruhen grundsätzlich auf der subtraktiven Konstruktionsweise. Mit anderen Worten, ein Quader oder ein Zylinder ist die Ausgangsbasis, daran wird wie bei der zerspanenden Fertigung Stück für Stück abgetragen bis die gewünschte Form entstanden ist.

Um additive Fertigung sinnvoll in einer Konstruktion einzusetzen, bedarf es eines Umdenken der Ingenieure und ihre entsprechende Schulung. Im Modellbau ist es eine blosse Reproduktion. Etwas Bestehendes wird ganz einfach abgezeichnet.

Modellbauer nutzen diese Technologie um einfacher ihre Teile zu produzieren. Die Ergebnisse erfüllen aus diesem Grund oft keine hohen Ansprüche, besonders bezüglich Oberflächenqualität und Genauigkeit. Neues ist nicht zwangsläufig besser, das soll man sich immer vor Augen halten. Die althergebrachten Technologien haben heute durchwegs einen sehr hohen Qualitätsstandard. Diesen gilt es zu erreichen.

Ein Kollege, ein versierter Modellbauer und alter Hase auf dem Gebiet brachte es kürzlich auf den Punkt, warum soll ich mühevoll ein Modell selber bauen, wenn heute die Industrie fast jeden Wunsch in viel besserer Qualität erfüllt.
Gruss Erwin


Wer denkt Projektleiter leiten Projekte, der glaubt auch Zitronenfalter falten Zitronen.

Der vorhandene Platz beschränkt die Sammelwut. :whistling:

MEP Modelleisenbahner Pfannenstiel