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Longimanus

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1

26.07.2016, 19:21

Spur I ist nicht gleich Spur I...

Erwin schreibt, es sei Sommerflaute...

Mitnichten! Meine Gehirnfäden, so welche vorhanden sind, laufen auf Hochtouren und überhitzen sich fast. Ich möchte etwas, was nicht möglich scheint..., aber es muss! Nämlich ALLES was unter der Rubrik Spur I hergestellt wurde, egal welches Baujahr, soll auf der zukünftigen Anlage einwandfrei funktionieren.

Heute war ich in Murr. Nicht bei der Grande Dixence, sondern weit weit weg, weis nicht ob das schon Sachsen war, oder noch bei den Schwaben? oder Bayern? Jedenfalls es muss in der weiteren Region von Ginne 2 gewesen sein?...
Die Fa. Thiel stellt "Spur I" Gleise nach Kundenwunsch her :thumbsup: . Demzufolge auch das übergrosse Schienen-Profil der LGB, im Prinzip 1:22,5 Schmalspur anstatt "richtige" Spur I, aber da sehe ich darüber hinweg, wenn es meinem Wunsch dienlich ist. Das oberste Ziel ist nicht die absolute Massstäblichkeit, sondern dass es am Schluss Freude bereitet. Das Ganze als 3-Leiter Version(!), und mit einem Mindestradius von 192,5 cm. = Durchmesser 385 cm (mittig gemessen) was knapp 4 Meter entspricht. Soweit so gut.


Zielsetzung: Es soll die Lemaco Re 6/6, Modellbex Ae 6/6, die üblichen Märklin 2-Leiter Züge ab 1968 wie auch gleichzeitig(!) Märklin Tinplate Spur I ab den 1920-er Jahren, letzteres mit Mittelleiter fahren. Nicht mehr schlecht als recht, sondern einwandfrei, so dass die Eidgenössische Material u. Prüfanstalt den Segen dazu gibt und den Betrieb als Sicher einstuft. Die Modellbahn Figuren haben das verdient, ein Absturz von 4-5 Meter über dem Luftloch wäre fatal.


Knacknuss: Nicht der Durchmesser, schon gar nicht die Profilhöhe, auch nicht der Weichenwinkel von nur ca. 9,5 Grad. Doch das böse Radsatz-Innenmass und auch im kleineren Ausmass die völlig verschiedenen Profile der Spurkränze bereiten mir Kopfzerbrechen. Manche, die älteren Radprofile, sind am Übergang von der Radlauffläche zum Spurkranz fast "rund", breit und ausgerundet. (nicht ganz unlogisch, da das Gegenstück, die damalige Schiene besteht ja auch als nahezu rundes Weissblech-Hohlprofil. Im Gegensatz dazu sind die neuen Räder viel näher am Vorbild, die Spurkränze folgen der Radlauffläche (im Vergleich dazu) fast im 90 Grad Winkel. Entsprechend der verschiedensten Epochen, immerhin bald mal 100 Jahre!, variert das Radsatz-Innenmass volle 5 mm. Dies tönt nach nicht viel, ist aber viel zu viel für das sichere Befahren der Weichenherzstücke. Entweder passt es für Tinplate oder für 1:32, aber kaum für beides gleichzeitig. Aber das muss es. Genau so wenig kommt für mich ein Spreizen der Tinplate Räder mit Abdrehen der Spurkränze in Frage. Die Spurweite in I ist von Normfahrzeugen ein wenig breiter, die von Tinplate ein wenig schmaler, entsprechend ist der Radlenker an den Weichen entweder zu weit, oder zu eng, was förmlich Entgleisungen provoziert und eine grosse Abnutzung mit sich bringt. Es muss eine sichere gut funktionierende Lösung geben ohne dass am Rollmaterial was abgeändert wirdl, sonst funktioniert mein Analge-Konzept nicht. :rolleyes: ;)


Gruss
Hermann (am schwitzen)
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2

26.07.2016, 19:29

Hermann,

Dein Hirn hat sich etwas überhitzt. :D Wie du bereits richtig bemerkt hast, das Radsatz Innenmass ist der Killer. Ohne Weichen geht es, mit geht es nie, vergiss es ganz einfach. Die einfachste Lösung ist immer noch eine Strecke für Tinplate, die andere nach NEM Standard.
Gruss Erwin


Wer denkt Projektleiter leiten Projekte, der glaubt auch Zitronenfalter falten Zitronen.

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3

26.07.2016, 19:38

Das tönt wie wenn zwei verschiedene Systeme auf ein System zusammengefaltet werden. ^^

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4

26.07.2016, 19:57

Hermann, wenn es das Eierlegendemilchwollsaugleis gäbe, wäre es längst auf dem Markt. Beim Lesen Deines Beitrags formierte sich die Antwort, die Erwin schon vorweggenommen hat: Vergiss es und baue zwei getrennte Strecken. Mit Deiner Idee wirst Du nicht erreichen, dass beide Systeme einwandfrei laufen, sondern keines von beiden zufriedenstellend.

Damit es auch Du verstehst: Es gibt nun mal keine Steinböcke im Meer und Haie auf den Bergen - beides gleichzeitig zu fotografieren ist nicht mögliich. :fie:
Gruss Roger

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5

26.07.2016, 21:07

Hallo Hermann,

Murr = etwa 20 km von meinem Wohnort. Hättest mich sehr gerne besuchen können. :) :)
Gruss Günther

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6

26.07.2016, 21:51

Hermann,

Geometrie ist eine exakte Wissenschaft, wenn du sie verbiegen willst, darfst du die Folgen nicht scheuen. ;) Ich empfehle jetzt schon stabile Fangnetze. :D

Unsere Vereinsanlage toleriert schon recht wenig Fehler und sie ist meilenweit von Finescale entfernt. Die Probleme werden immer zuerst bei den Weichen sichtbar, speziell den Bogenweichen. Schrumpfende Spurweiten tragen zudem noch das ihre bei, macht die Sache auch nicht einfacher.
Gruss Erwin


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7

27.07.2016, 00:51

Rein statistisch muss ich mir selber sagen: "Mensch kapiere und lese doch was dir mitgeteilt wurde! Danke für die Beiträge, jeder Einzelne macht mir schon Eindruck. Am meisten eins der Argumente von Roger: wenn es technisch möglich wäre, wäre es schon überlängstens im Angebot, vor allem in den 1970-er Jahren wäre dazu grosse Nachfrage gewesen. Auch das Argument; dass am Schluss weder das eine noch das andere System gut läuft, diese Gefahr ist aus den genannten Gründen sehr ernst zu nehmen. Ich muss mir noch im klaren werden, ob diese Gefahr ein kleines Restrisiko darstellt, oder einer unausweichlichen Tatsache gleichkommt. Letztendlich ALLE Eure Beiträge sind stichhaltig... Das wird eine Herausforderung.

Ralf Kesselbauer ist nicht nur ein guter Mechaniker, auch ein guter Verkäufer. Letztere sagen sehr gerne was der Kunde hören möchte, z.B. "Ja das geht!" Unabhängig der effektiven technischen Machbarkeit. Als ich heute mit einem Märklin Güterwagen von 1909 vorbeikam, blitzte es in seinen Augen, so nach dem Motto, du willst doch nicht... Das Projekt ist zu weit fortgeschritten, um es zu stoppen. Günther, ich fürchte, es wird nicht die 1. Reise nach Murr gewesen sein :) . Wenn der Hersteller sagt es geht, dann steht auch er in der Verantwortung.


Mein Verstand sagt "nein", das Bauchgefühl sagt "ja". So schnell gebe ich nicht auf, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Mir ist eine gute u. gangbare, sichere Idee in Sinn gekommen, welche zwar um gewisse Kompromisse nicht herum kommen wird, was an meinem Anlage Konzept nicht ins Gewicht fallen wird. Zugegeben, vernünftiger wäre schon: eine grosse moderne Anlage und eine kleine Tinplate. Aber dann kann man die Tinplate gleich in der Vitrine belassen. 2 Bahnen von annähernd gleicher Spurweite: da wird die eine Bahn die Parade Bahn werden und die andere immer wie seltener benutzt werden und zum verstauben bestimmt sein. Eine Verlegenheitslösung, deren Vorhandensein einzig auf dem Grund beruht, dass man sich geistig ungern davon trennen mag. Aus diesem Grund: Nichts da, es wird nur eine Spur I Anlage geben, die Eierlegendewolfsmilchsau


Nächstes Jahr ist meinerseits kein spezieller Traktörlitag vorgesehen, Christoph wird an der Reihe sein ;) :thumbsup: ? Dafür kann bei mir Roger (meine, nicht seine! in dem Fall ist es Roger wohl nicht egal) die grüne Modelbex Ae 6/6 fahren und Erwin gleichzeitig und im Gegenkurs die uralte braune Märklin Gotthard-Lok aus den 1920-er Jahren fahren und alles wird gut gehen.


Meine Idee ist folgende: Müssen unbedingt alle Züge auf allen Gleisen verkehren können? Beim Vorbild, und nur bei diesem, vielleicht schon!? Aber auf eine Modellbahn? Es sollen 2 Züge in gegensätzlicher Fahrrichtung laufen. Entsprechend braucht es mindestens 2 Weichen Paare welche das Kreuzen der Züge ermöglichen. Spielt es eine Rolle, wenn die modernen Züge IMMER auf dem linken Gleis, die alten Züge IMMER auf dem rechten Gleis kreuzen? Auf diese Weise kann die Weiche mit unterschiedlichen, dem Alter des Rollmaterials angepassten Radlenker ausgestattet werden. Innerhalb der vorbestimmten Gleise können dann ggf. weitere Weichen folgen, welche nur noch dem einen oder anderen System passen müssen.


Gruss
Hermann






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8

27.07.2016, 06:33

Guten Morgen Hermann,
Zunächst mal danke für die Voreinladung. Da käme ich doch gerne, um dieAe 6/6 zu pilotieren. ^^

Und nun zum letzten Absatz Deines Posts: Genau diese Lösung meine ich, wenn ich von zwei verschiedenen Strecken schreibe. Ich sagte ja nichts von zwei verschiedenen Anlagen. Dass Tin Plate und NEM-Material auf der selben Anlage, ja sogar auf der selben Strecke gegenläufig (oder parallel) laufen und sich die Strecken auch überkreuzen können - da spricht tatsächlich nichts dagegen. Genauso hätte ich es auch kombiniert. Was einfach nicht gehen wird, ist das beliebige Befahren des selben Gleises, namentlich den Weichen.
Aber mit dieser Lösung wird Deine Tin Plate-Sammlung nicht verstauben. :thumbsup:
Gruss Roger

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