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Silberblatt

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41

27.11.2016, 23:15

Musik und Modellbahn vertragen sich prima, ans Konzert nehme ich die Bahn allerdings nicht mit.

Longimanus

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42

16.12.2016, 00:46

Es freut mich sehr zu vernehmen, dass auch Roland daran denkt, seine Züge fahren zu lassen :thumbsup: . Was Roland anpackt, da geht es vorwärts! Entsprechend würde mich überhaupt nicht wundern, wenn seine Eisenbahn-Anlage schneller fertig, bereit zum Fahren ist, als meine! Bin doch schon 2 Jahre daran, noch sieht man fast nichts... Ich möchte dereinst, was gestalterisch unmöglich ist, eine Spur I Eisenbahn, Spur 0 und Spur H0, also ganz verschiedene Massstäbe in einer Anlage vereinen, welche harmonisch zusammen wirken (sollen). Es soll nicht eine dominierende Spur den Ton angeben, sondern jede der 3 Spuren soll ihre gleichberechtigte Attraktivität haben.

Da jedoch vom Platz her die Spur I Bahn am anspruchsvollsten zu verwirklichen ist, beginnt der Bau der 2 anderen Spuren erst, wenn die Spur I fertig ist und das kann noch dauern. Ob das Ganze, also eine Anlage für alle 3 Spuren ein Traum bleibt, oder mal real wird, weiss ich noch nicht so ganz genau, aber in meinem Kopf ist es als Gedanken zig mal vorwärts und rückwärts durchgespielt worden. Man muss so viel warten im Leben, im Stau am Gubrist, an der Migros-Kasse, beim PC aufstarten, manchmal auf Frauen, beim Coiffeur, an geschlossenen Bahnübergängen, oder am Flughafen. Seit ich am Eisenbahn-bauen bez. eben auch am Planen dessen bin, vergehen die nervigen Wartezeiten wie der Blitz. Manchmal sollte der Stau am Gubrist in letzter Zeit durchaus etwas länger andauern, denn kaum befasse ich mich gedanklich wie die H0-Bahn am besten in den Spur I Bahnhof integriert werden könnte, ist der reale Stau bereits weg! Zumindest vor mir ;) , Verursacher möchte ich lieber nicht sein.

Ganz langsam, aber stetig geht es mit dem Spur I Trassee weiter. Das Luftloch ist noch nicht dran, aber rückt allmählich in Sichtweite. Vorerst geht es um den Gleiswendel. Das wird spannend. Als ein einzige Umdrehung wird mir die Steigung zu steil. Als doppelstöckiger Wendel wird es etwas gar hoch. Seitliches Ausweichen nicht möglich, und bei zu geringer Steigung läuft die obere Etage auf das untere Lichtraumprofil auf. Es muss genau die optimale Höhe erreicht werden, es hat nicht viel Spielraum zum nachjustieren. Nur schon das einfach Pfeiler auslegen war gar nicht so einfach, dies präzise auszuführen.

Habe aller grössten Respekt vom Bauarbeiter bis zum Ingenieur und Unternehmer vom Gotthard-Tunnel. Eigentlich egal welchen, ob der von 1882, den Autobahntunnel, oder der von 2016, alles sind grosse Meisterleistungen. Ich bin gleich gut, bei mir gab es auch (zuerst) seitlich einen Abstand von 15 cm. Der Unterschied ist nur, bei mir beträgt die Länge vom Wendel (Umfang) pro Runde 16 Meter bei offenem Tageslicht, anstatt 15 km ganz im Dunkeln. Ich habe den Schreiner falsch verdächtigt schräg gesägt zu haben. In diesem Bereich ist mein Hausboden an der Stelle etwa so eben, wie der See bei Föhn. Wackelt der Pfeiler lumpige 1,5 -2 mm am Boden, machts in der Höhe locker 1cm und mehr aus, was über die ganze Länge viel zu viel Abweichung ergibt. Geht nichts über die dünnen Holzunterlagen vom Möbel-Bereich.

Anderseits, Roger erwähnte kürzlich, beim Anlagebau würde einem nichts geschenkt. Doch Roger! :thumbsup: : Nur beim Bergwandern/Bergsteigen wird einem nichts geschenkt! Es war mir zu aufwändig auszurechen, wie lange die Trassebretter in der Steigung sein müssen, habe es der Einfachheit wegen, als ebenes Oval berechnet, soweit so gut. Komisch, demzufolge sind die 27 cm Höhengewinn gratis geschenkt :) . Es hat an keiner Stelle Stauungen, oder Spalten. Wenigstens in der Länge passt alles! Es sind mehr die seitlichen Abweichungen zu beachten. Die Trassee-Bretter sind nur mal vorerst lose auf die Pfeiler gelegt, da die Pfeiler-Oberflächen noch flach sind, letztere benötigen noch den Steigungsausgleich von 1,5 -2 mm, damit die Trassee-Bretter schöner aufliegen. Bei einem Pfeilerabstand von 1 Meter sind die 16 cm Pfeilerauflage nicht zu vernachlässigen, wenn man keine unschönen Knicke will. Das Holz war fast gratis aus dem hiesigen Wald. Der Löwenanteil der Kosten beträgt die Herstellungsarbeit. In Schichten wurden die Pfeiler zusammengeleimt. Mich störten anfänglich die unschönen Astlöcher und Unebenheiten, da wurde der Lieferant fast etwas böse... ich könne nicht alles haben. Nachdem ich aufgeklärt wurde, wie die Pfeiler hergestellt wurden, freue ich mich und akzeptiere die "Beulen". Bäume haben halt nun mal Äste. Alles ist bestens.

Das Ganze ist bisher überhaupt nicht fotogen, halt eine "Modellbahn-Baustelle", alles Mögliche steht herum. Nur der Radiergummi und das Bleistift waren nie dort, wo der Arm noch gereicht hätte...





»Longimanus« hat folgende Bilder angehängt:
  • Trassee f Gleiswendel.jpg
  • Bau v Gleiswendel.jpg

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Longimanus« (16.12.2016, 00:54)


Longimanus

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43

Gestern, 22:12

Wenn man von mir nicht ständig was hört, das ist gut, weil dann bin ich möglicherweise am Anlage bauen. Aber wenn diese Fotos hier in dieser Rubrik zu finden sind, das ist gar nicht gut :dash: , dann wandere ich etwas, um Dampf abzulassen, um nicht verrückt zu werden. Hier meine Frust-Fotos von heute Nachmittag, ein paar Winterfotos in der Gegend zwischen Altmatt und Morgarten.



Mir gefällt am Foto 1, wie stark der Fahrdaht vom Tragseil abweicht. (fast wie bei Tram-Kurven). Doch für Züge fotografieren, habe ich nicht gar so das Talent, das können Andere besser. Man wartet und der Zug kommt nicht, dann geht man weg und der Zug kommt, aber im Gegenlicht usw. Am Schluss noch ein etwas mystisches Foto vom berühmt berüchtigten Morgarten. Alles in allem hat die Wanderung den Zweck erfüllt, ich bin nicht mehr hässig über mich selber und suche nach guten Lösungen.

Spur I: So begeisternd ALLE Züge über das Thiel-Gleis rollen, so schwierig bleibt das Thema der Weichen. 8| "Einfach" den Radlenker aktueller Weichen auf ein (viel) breiteres Mass einstellen: dies mag hilfreich sein, für Fahrzeuge in der "Übergangszeit" von Tinplate zu den NEM-Normen. Was etwa dem Zeitraum ab mitte 1950-er Jahre bis in die 1970-er Jahre hinein entspricht. Die Radsätze entsprechen bereits damals weitgehend den NEM-Normen. Teilweise hatten gewisse Hersteller ihr eigenes Spurmass u. Radproifil, doch die Abweichungen betragen ein paar 10-tels mm bis max ca. 1,5 mm. Da hilft es, den Radlenker etwas breiter zu stellen und alles ist gut. Bei Rollmaterial vor 1950 funktioniert das nicht.


Radsatz Masse in Spur I
Das äussere (nicht gar so wichtige) Radsatz-Mass beträgt in Spur I rund ca. 53 mm. Es hat sich in den letzten 100 Jahren erstaunlicherweise kaum verändert. Egal ob Fine Scale oder Uralt, auch egal ob Messing, Guss oder Blechräder, es ist mit etwa 53 mm immer gleich geblieben.


Das viel wichtige Radsatz-Innenmass beträgt 40,8 bis 41,0 mm bei meinen aktuellen Fahrzeugen. Was etwa den NEM Normen entspricht. Z.B. bei dem Mä. SBB Güterwagen Eaos aus den 1990 Jahren: Auch Fine-Scale wird kaum wesentlich davon abweichen, die Modelbex Ae 6/6 und das Lemaco Krokodil, wie auch alle Märklin Erzeugnisse ab Bj. 1968 laufen einwandfrei über sämtliche Thiel-Weichen, selbst die grosse Bogenweiche fährt sich perfekt, auch wenn die Wagen geschoben statt gezogen werden, ohne jede Beanstandung.


Das Radsatz Innenmass von Märklin Spur I Vorkrieg ist mit seinen 35,5 bis 35.8 mm erstaunlich konstant! Es spielt keine Rolle, ob uralt Bj. 1892 oder bis 1937. Sofern der Radsatz noch gut erhalten ist und nicht von Alters wegen defekt.
So oder so, das in Spur I im Durchschnitt um 4,5 - 5,0 - 6,0 mm schmälere Vorkrieg-Innenmass gegenüber neueren Radsätzen verunmöglicht das Benutzen der üblichen aktuelleren Weichen, die Differenz von bis zu 6 mm ist viel zu gross. Nicht nur am Radlenker, den man auch nicht beliebig breit einstellen soll; wird das Rad nicht mehr geführt, kann man ihn gleich weglassen, entgleisen wird es so oder so. Das Hauptproblem stellen die verschiedenen Weichen-Herzstücke dar. Die engste Stelle beträgt ca. 4 mm bei heute üblichen Weichen und 8-9 mm bei Tinplate Weichen. Ein Abweichen der heutigen Norm um ganze 100% verträgt es nicht.


Anderseits, seit wann kommen mir Ideen in den Sinn, welche nicht funktionieren? Wenn Roger ein Schriftzug auf seine Anlage anbringen will: "Roger ist blöd", bitte nicht! Hermann ist blöder. Ich habe einfach noch nicht genug nachgedacht, oder falsch gedacht oder sonst was verkehrt gemacht. Es muss eine Möglichkeit geben, wie sich auf einfache Weise verschiedene Normen vertragen, ohne zu entgleisen! Viel einfacher und schlauer wäre das alte Rollmaterial sein zu lassen wo es ist und mich mit dem Neuen abgeben, welches offensichtlich bestens funktioniert, so wie es ist. Das wäre ein Eingeständnis, das meine Idee nicht funktioniert, und das Vorbild wäre die SBB Strecke Brunnen-Biasca; weil dort Rollmaterial welches nicht den neusten Anforderungen entspricht (ETCS), auf der Hauptlinie nicht mehr verkehren darf. Mein Vorbild ist "Bauma" weil auf der selben Strecke E-Loks von 1920 (und noch viel ältere Dampfloks) bis zu modernem aktuellem Rollmaterial alles Mögliche verkehrt. Das muss auch im Modell umgesetzt werden können. Ohne das man sich an deren Radsätzen vergeht, das wäre ein No-go. Jedenfalls wundere ich mich nicht mehr, wieso es sonst keine Anlagen gibt, wo dieses Experiment erfolgreich verlaufen ist. Das müsste mir eigentlich zu Denken geben. Aber vorherige Anlagebauer mit dem gleichen Ansinnen, haben einfach zu früh aufgegeben.


Longimanus

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44

Heute, 12:47

Das Ziel ist immer noch, alles an Spur I über das selbe Gleis fahren zu lassen.

- alte Fahrzeuge, insbesondere solche mit Vorkrieg-Radprofile, fahren definitiv nicht über Weichen von aktueller Bauart. Auch wenn deren Schienen ein hohes Profil aufweisen, es geht trotzdem nicht.
- jedoch erstaunlich gut verhält es sich umgekehrt: aktuelle Fahrzeuge auf uralten Märklin Vorkrieg-Weichen :thumbsup:

... dann werden halt diese eingebaut, wo es um die Trennung von Tinplate und NEM/Finescale geht, auch wenn es im 1. Moment etwas komisch aussieht, wenn eine Modelbex Ae 6/6 über eine Märklin-Weiche von 1937 fährt. Hauptsache es funktioniert gut. :)

Schriftgrösse auf Normalgrösse gebracht. Bitte benutze den Quellcode-Editor, Hermann, alles andere liefert nur Müll. Peter

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45

Heute, 14:30

Du wolltest es ja niemandem glauben. Alle hatten Dich gewarnt: Die Weichen sind die Knackpunkte bei verschiedenen Normen. Das ist auch bei Märklin-Gleichstrom-Universalbahn-Projekten so. :whistling:

Da man zwar mit dem Kopf durch die Wand gehen kann, wie Hermann, aber nicht mit der Bahn über die Weichen kommt, muss man eben Kompromisse eingehen. Wie sogar Hermann schreibt - und das auch beim Vorbild vorkommt: Nicht jedes Fahrzeug kann überall durch. Sei es aus (sicherheits-)technischen oder rechtlichen Gründen. Aber ganz unmöglich ist das Befahren verschiedener Fahrzeuge auf einer Trassee nicht per se: Ja: sogar verschiedene Spurweiten sind möglich. Dieses Problem wird beim Vorbild mit 3-Schienengleis gelöst. Auch hier aber mit dem Vorbehalt, dass nicht jedes Fahrzeug universell dieselben Schienen nutzen kann. Auf Hermanns Anforderungen übertragen müsste man folgenden Kompromis eingehen: Tinplate müssen bei der Weiche abzweigen, Finescale geradeaus fahren (oder umgekehrt). Das würde funktionieren, weil man die Radlenker und Herzstück je nach Radanforderung verschieden auslegen könnte. Die Einschränkung wäre lediglich, dass man bei einem Bahnhof mit den Finescale-Zügen immer über die einen und mit dem alten Gerümpel über die anderen Fahrstrassen fahren müsste. Und bei Industrieanschlüssen und Nebenbahnen sich für eines der Systeme zu entscheiden. Trotzdem könnte man auf der Gesamtanlage und der Hauptstrecke mit allem fahren. Ach ja: im einzelnen Zug die Fahrzeuge mischen ginge natürlich auch nicht. ;)

Aber lassen wir Hermann ruhig noch ein wenig im Glauben, dass seine Idee ohne Abstriche durchführbar ist... erste Zweifel kommen ihm ja gottseidank endlich.
Gruss Roger

78 grüne Ae 6/6

Die Katze schläft im Lärm; nur die Stille weckt sie, wenn die Mäuse rascheln.