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Longimanus

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1

09.06.2017, 16:46

braune Bo-Bo`s, jenseits der Rhone

Wann ist ein Modell gut? Wenn der Hersteller nicht mehr zu erkennen ist!?
Das Vorbild geteilt durch 1:87 entspricht eher einer Rechenaufgabe, als eine Aufforderung künstlerisch aktiv zu werden. Sonst wird das Modell als "falsch" taxiert, oder man darf es nicht mehr Modell nennen, sondern Spielzeug. Lima hat es einstweilen schon etwas gar weit getrieben, eine stark vereinfachte DB Diesel-Rangierlok als DB BR E-10 anpreisen, oder Trix-Express ca. 1963/64 eine grüne(!) E-10 als SBB Re 4/4 verkaufen zu wollen, ging schon damals schlecht. Eigentlich war Trix-Express nur seiner Zeit weit voraus, es wird längstens nicht mehr für jede Bahngesellschaft eine eigene Konstruktion erstellt.

Für mich hat die Modellbahn-Zeit um 1950 bis 1980 nichts von seinen Reizen eingebüsst. Einerseits waren die Modelle mittlerweile längstens so gut, dass ohne jeden Zweifel das Vorbild erkannt wurde. Anderseits hatte jeder Hersteller, teils ganz bewusst, seinen Stempel aufgedrückt, was heutzutage nicht mehr toleriert wird. Damals galt dem Hersteller seine eigenen Präferenzen weit mehr, als die rechnerische exakte Modellausführung.

Auch an einem anderen Punkt ist nicht mehr 1970, sondern 2017. Die Fotoqualität der Handy wird laufend besserr. Ich bekomme eine genügende Tiefenschärfe bei kleineren Modellbahnen nicht so leicht hin. Ein 100 mm Objektiv ist diesbezüglich nicht hilfreich, oft ist ein 24 mm oder 35 mm Objektiv besser, obwohl man dann das Objekt als Teilbereich "ausschneidet". Dafür stellt sich der "Dreck" ganz in Vordergrund. Es ist Wahnsinn, was da alles zum Vorschein kommt. Allein ein Modell wirklich sauber zu reinigen, (ohne es dabei zu beschädigen), dauert länger, als ein ganzes Auto zu putzen.

Roger erwähnte mal, JEDER Sammler hätte seine Grundmuster. Mein Spleen ist es: nicht nach dem einzigen perfekten "richtigen" Modell Ausschau zu halten, sondern habe es gerne, wenn sich Modelle vom selben Vorbild unterscheiden, was im Grunde genommen einem Widerspruch gleich kommt. Z.B. Kleinbahn hat 2 Motoren, Lima war am günstigsten, Märklin am stärksten, und Conti mit Abstand am schellsten, dieses Modell läuft sicher 300-400 km/h. Nicht unbedingt gefahrlos, das Modell hat einen hohen Schwerpunkt und seine Räder sind nicht übertrieben Präzise. Um die Geschwindigkeit ausfahren zu können, müsste es auch auf den Modellbahnen eine Neubaustrecke geben, was wohl meistens mit Einsprachen verbunden ist.

Anbei Fotos der bekannten FS Lokomotive E-424. Vorbild Bj. ab 1943.

Späte Conti Version, Bj. um 1958-64 herum.




Von Kleinbahn, Version ca. 1972.




Von Lima, 1960-er Jahre.




Von Märklin 3035 ab 1960 (1. Version)



von Märklin, 3162Bj. 1988-91.
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Longimanus« (09.06.2017, 16:53)


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2

09.06.2017, 17:22

Toller und interessanter Beitrag, Hermann. So kann man als Sammler mal übern Gartenzaun schauen. Den Märklin Gussklumpen habe ich auch in der Sammlung. Aber nicht wegen der Lok, sondern wegen der schönen Schachtel :D MEIN Grundmuster, die dieses Modell tangiert.
Gruss Roger

78 grüne Ae 6/6

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3

12.06.2017, 22:20

Die letzte ist aber keine 3162, sondern das neuere Modell 37240.

Gruss Martin

Longimanus

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4

12.06.2017, 22:57

danke Martin :thumbsup: ! und Entschuldigung. Die "alte" Graue hat die Betriebsnummer: (FS) E-424.292. Die neuere Version 37240 = 424.308
Bei allem was ab Digitalzeitalter passiert(e), sind meine Angaben nicht mehr zuverlässig :facepalm: .
Gruss
Hermann
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