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Cebu Pacific

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  • »Cebu Pacific« ist der Autor dieses Themas

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1

29.06.2013, 21:44

ESU Servo Antriebe als Weichenantrieb

Kürzlich habe ich zwei ESU Servoantriebe (51805) mit Metallgetriebe probehalber bei Spur 0 Weichen eingebaut. Von der Einfachheit des Einbaus und der Einstellung der Antriebe bin ich rundum begeistert und werde die restlichen Weichen ebenso ausrüsten.

Die Servos lassen sich direkt über den SwitchPilot Servo (51802) einstellen ohne eine Zentrale zu benutzen. Selbstverständlich kann alles via ECoS oder Lokprogrammer eingestellt werden. Schalten lassen sich die Servo analog mit Momenttaster oder Digital im DCC oder Motorola Format. Im Digitalbetrieb wird die Servostellung in der Zentrale angezeigt, die Weichenstellung ist also jederzeit erkennbar.




Die Stromversorgung über den 4-poligen Stecker rechts oben kann bei wenigen Servos direkt über die Zentrale geschehen oder bei höherem Strombedarf über eine AC oder DC Stromversorgung mit maximal 18V AC oder 24V DC.

Es können handelsübliche Servos mit einem 3-poligen Anschluss und positiven Impuls verwendet werden oder die von ESU angebotenen.

Oben links ist der Programmierschalter, dieser wird 4 Sekunden gedrückt, dann leuchtet die erste LED für den Servo 1. Als erstes kann mit der Taste + und - der Weg für die erste Position (A) eingestellt werden, ist das wie gewünscht, drückt man einmal den Programmierschalter, die zweite Position (B) kann wiederum mit den Tasten + und - eingestellt werden, nach Abschluss wieder den Programmierschalter drücken. Der Antrieb bewegt sich jetzt zwischen den beiden gewählten Positionen hin und her. Mit den Tasten + und - wird jetzt die Geschwindigkeit eingestellt. Mit drücken des Programmierschalters ist der erste Servo fertig eingestellt und die zweite LED für Servo 2 leuchtet und es kann analog der Beschreibung für Servo 1 verfahren werden. Ist keine Programmierung notwendig wird der Programmierschalter gedrückt und die Position übersprungen. Am Schluss erlöscht die blinkende LED ganz links aussen und die Einstellung ist abgeschlossen.

An der Leiste unten links sind die Analogschalter angeschlossen, rechts daneben die Servos.

Die Weichen in den Stellungen A und B



Der Servo von unten gesehen. Ich habe ihn um im Bedarfsfall besser demontieren zu können mit vier M3 Schrauben auf eine Aluminium Platte geschraubt, er kann selbstverständlich mit den beigelegten Holzschrauben direkt montiert werden.



Der Servo in beiden Endstellungen.



Der beigelegte Draht ist von der Steifigkeit so bemessen, das bei einem zu grossen Weg nur der Draht verbogen wird und weder der Antrieb noch die Weiche Schaden nimmt. Die Andruckkraft ist mit dem Metallgetriebe maximal 1.8kg, beim Kunststoffgetriebe maximal 1kg.

Als Vergleich ein herkömmlicher Lemaco Weichenmotor. Der Federweg und die Kraft wird über das gebogene V eingestellt. Dieser Typ schaltet zudem sehr geräuschvoll.



Servo in Aktion.



Weiche in Aktion




Zu guter Letzt, die Weichen und die Schienen haben andere Leute verlegt, bereits das zweite Mal, zuvor hat es noch schlimmer ausgesehen.

Da die Antriebe für eine Klubanlage sind, ist das Kriterium, analoger Betrieb und Digital sowohl DCC als auch Motorola.
Gruss Erwin


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Mattioli

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2

29.06.2013, 21:48

Erwin

Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag. Ich muss ihn allerdings nochmals in Ruhe durchlesen, heute ist es mir schon zu spät... :)
Es grüsst Mattioli

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3

05.10.2013, 19:46

Wie löst man bei Servo-Weichenantrieben eigentlich das ganze mit der Polarisation?
Gruss Matthias

Cebu Pacific

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4

05.10.2013, 20:08

Matthias,

Mit dem Thema habe ich mich noch nicht beschäftigt. Parallel ein Relais schalten könnte ein Lösung sein.
Gruss Erwin


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5

05.10.2013, 23:49

Matthias, ähnlich wie bei den sehr verbreiteten Servo-Elektroniken von Moba-Tronik gibt es auch von ESU einen Zusatzbaustein (51801) mit vier Relais als Ergänzung zum Grundbaustein auf Erwin's Foto mit jeweils einem Umschaltkontakt. Je nach Servostellung ziehen die Relais an bzw. fallen ab. Mit so einer Zusatzelektronik habe ich seinerzeit die Herzstücke einer Spur-Null-DKW polarisiert sowie die Weichenlaterne und die Rückmeldung angesteuert.
Gruss, Michael



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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Terry« (05.10.2013, 23:58)


teddych

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6

06.10.2013, 17:12

Ich verwende auch die ESU-Extension, wie sie Michael angesprochen hat. Ich bin zufrieden damit.

Gruss
Teddy
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Gurti96

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7

26.10.2015, 11:05

Hallo zusammen!

Eine kleine Frage: Könnt ihr mir wenn möglich mit einem kleinen Bildbeschrieb erklären, wo der kleine Draht einer Peco - H0m Weiche auf der ESU Extension angeschlossen werden muss? (Draht der Weichenpolarisation). Der ESU Switch Pilot wird ja an die ESU Extension angebaut, muss daher nur der Switch Pilot mit Spannung versorgt werden (Siehe Ausgänge Track A + B, Power A + B). So ist ja nun die Extension Einheit auch mit Spannung versorgt. Die Kabel für Track schliesse ich wohl den Schienen an (fahre digital) und die Power Ausgänge werden einem normalen Trafo angehängt.

Sehe ich das so richtig? Ich nehme an, dass der kleine Draht auf der Extension bei "Com" eingesteckt werden muss. Die neuen Peco - Weichen sind laut anderen Berichten bereits polarisiert. :D
Freundliche Grüsse aus dem Schwarzenburgerland von Dominik

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lehcim

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8

26.10.2015, 16:58

Hallo Dominik

- Trk A und Trk B ist der Eingang für die Digitalspannung, damit der Decoder mit dem Datenformat versorgt wird, um Schaltvorgägne ausführen zu können, wenn dies vom System her vorgegeben wird, bzw. verlangt wird.
- Pw A und PW B ist die Versorgungsspannung des Decoders von einem externen Trafo.

- Der Draht ist die Herzstückporalisation des Weichenherzes / Zunge (bei Peco beides) sprich das Herz muss je nach Weichenstellung mit der Gleisspannung links bzw. rechts verbunden sein. Dies erreichst du mit Relais. Solche Relais bietet der Extension. Sprich der Draht zur Weiche wird an COM angeschlossen, die Gleisspannung an I bzw. II. Sprich Weiche Links = Anschluss I zu COM verbunden, sprich Schiene Links verbunden mit dem Herzstück. Weiche Rechts, Anschluss II zu COM verbunden, sprich Schiene Rechts ist mit dem Herzstück verbunden.
- Dies muss auch so sein, denn die Weiche kann sich in einem Besetzmeldeabschnitt befinden, dann ist Trk A und B direkt ab Zentrale und Anschluss I und II ab Besetzmelder, sprich die gleichen Ausgänge welche ans Gleis gehen im Meldeabschnitt. Oder als weiteres Beispiel, Trk A und B wird ab Zentrale gespiesen, für Datenformat, Weiche befindet sich im Booster Abschnitt, welcher galvanisch getrennt ist. Nun ist I und II vom Booster.

Aufgepasst, je nach Lage der Weiche, nach Drehrichtung des Servos, ob eine Linke oder eine Rechte kann man nicht hingehen und sagen I = Schiene Links, II = Schiene rechts. Entweder man geht hin und macht sich ein Anschlussschema für die verschiedenen Fälle, oder man hängt COM noch nicht an und schaut bei den ersten schaltversuchen ob I und II richtig. Wenn nicht schnell umhängen, wenn richtig COM anhängen. Habe beide Varianten bereits gemacht, je nach Grösse der Anlage ist das eine oder eben das andere schneller.

Grundsätzlich sind die Peco Weichen ab Werk poralisiert, dies geschieht via Schleifkontakte zwischen Schwelle und Schiene. Eine dauerhafte Verbindung geht nicht, da die Poralität logischerweise ständig wechseln muss. Ich habe bei 45 von 109 Weichen keine poralität ab Decoder eingebaut und beräute es arg. Die Schleifkontakte können anlaufen (Oxydieren), Staub und Dreck drauf haben und zäg bleibt die Lok stehen. Gerade bei Fz ohne Kondensatoren der Tot. Daher habe ich bei diesen 45 Weichen die Poralisation ab Decoder nachgerüstet, so besteht eine fixe Verbindung welche Gold wert ist.
Bahnsinnige Grüsse aus dem schönen Kanton Schwyz
Michel

Bahnbilder Michel

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »lehcim« (26.10.2015, 17:14)


Gurti96

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9

26.10.2015, 20:58

Hoi Michel

Via bereits via Messenger besprochen, noch einmal vielen Dank für die hilfreichen und professionellen Tipps! :)
Freundliche Grüsse aus dem Schwarzenburgerland von Dominik

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